Véronique und Lieven Vandeputte von BBoat Jachtcharter – mit Stützpunkten in Ieper und Kuurne (Kortrijk) – garantieren mit ihrer engagierten persönlichen Betreuung einen unvergesslichen Bootsurlaub auf den herrlichen Wasserstraßen Westflanderns. Eine gute Empfehlung ist beispielsweise die „Flanders Fields Route“ Nieuwpoort-Ypern-Veurne-Diksmuide-Nieuwpoort (mit einem möglichen Abstecher nach Brügge).
Viele klangvolle Namen laden zu einer „Endeckungsreise“ ein … etwa die Flüsse Yser und Leie, die Kanäle Plassendale-Nieuwpoort und Ypern-Yser, der Lokanal sowie die Kanäle Gent-Oostende, Nieuwpoort-Dünkirchen, Bossuit-Kortrijk und Spierre-Lille (seit 2011 wiederhergestellt). Lassen Sie sich von der Vielseitigkeit der Gewässer und der Schönheit der Westhoek überraschen, einem Revier, das (noch) als „Geheimtipp“ gilt. Entdecken, respektieren und genießen Sie dieses Land. Schippern durch die Westhoek ist ein einmaliges Erlebnis… (das Sie vielleicht gern wiederholen möchten!).

Der „Große Krieg“ (1914-1918) Belgische Hundertjahrfeier „Auf Flanderns Feldern“ (2014-2018). Am 28. Juni 1914 wurde in Sarajewo Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich ermordet. Es war der bekannte Funke im Pulverfass, der politisch zu einem Domino-Effekt führte. Innerhalb von acht Tagen war fast ganz Europa im Kriegszustand. Der Krieg sollte weltweit das Leben von Millionen Menschen verändern und unvorstellbares Leid zur Folge haben. 70 Millionen Soldaten wurden mobilisiert. Mehr als 9 Millionen kehrten nie wieder nach Hause zurück… Alle Großmächte waren am 1. Weltkrieg beteiligt: Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Österreich-Ungarn, Russland, die Vereinigten Staaten, Kanada, Japan, Australien und Neuseeland (ANZAC; Australian and New Zealand Army Corps) und viele weitere Staaten.
Der Krieg, der „Weihnachten vorüber sein wird“, zog sich über 4 lange Jahre. Vor allem die belgische Westhoek war damals Schauplatz vieler Offensiven und Schlachten. Am 11. November 1918 kam es endlich zum Waffenstillstand. Bis heute gedenken nicht nur die Belgier des Tages, an dem an der Westfront die Waffen schwiegen. Der erste Weltkrieg war vorbei. Auf Flanderns Feldern wurde es still und friedlich…

Wasser…

Das Wasser und die Wasserstraßen spielten im Großen Krieg eine entscheidende Rolle. Schlacht an der Yser (18.-30. Oktober 1914): Nach schweren Kämpfen setzte die belgische Armee das Gebiet nördlich der Yser unter Wasser und zog sich hinter die Bahnlinie Nieuwpoort-Diksmuide zurück. Damit wurden die Stellungen gesichert. Die gesamte Südwestecke Belgiens war für den Feind unzugänglich geworden. Der Plan zur Flutung wurde im Rathaus von Veurne zusammen mit Karel Cogge entwickelt. Cogge war Aufsichtsbeamter des Polders Noordwaterring und wie kein anderer mit der Wasserregulierung in der Gegend vertraut. Durch diese Maßnahme wurde die Yserfront relativ statisch und „ruhig“: „Im Westen nichts Neues“… Cogge war sich damals sicher nicht bewusst, dass er durch seine zweckmäßige Strategie indirekt das Leben vieler Soldaten rettete. An der Yserfront fielen „nur“ 45.000 Soldaten, an der Ypernfront waren es 450.000 (!).

Friedenstourismus…

Sie werden sich fragen, ob dieses grausige Kapitel aus der Geschichte der „zivilisierten“ Menschheit ein passendes Thema für eine Broschüre über Motoryachten und Wassersport ist?
Darauf können wir uneingeschränkt mit „ja“ antworten! Und wir wollen erläutern, warum das so ist: Der WK1-Tourismus ist aus der Westhoek nicht mehr wegzudenken. Wer hier unterwegs ist, kann die vielen Soldatenfriedhöfe, Gedenksteine und anderen markanten Punkte einfach nicht übersehen. Das dramatische multikulturelle Kriegsgeschehen ist unauslöschlich in die Landschaft und die Geschichte eingeschrieben. Vor dem tristen Dekor der Westhoek kämpften im Großen Krieg Soldaten aus mehr als fünfzig heutigen Staaten.
Tausende Familienangehörige aus der ganzen Welt durchqueren jedes Jahr „Flanderns Felder“, um die letzten Ruhestätten ihrer Vorfahren zu besuchen. Sie wollen die Toten ehren, aber auch bezeugen, dass sich „ein solcher Wahnsinn nie mehr wiederholen darf!“ In diesem Zusammenhang unbedingt gesehen haben muss man in Ypern das „In Flanders Fields Museum“. Außerdem wird seit 1928 im Ehrenmal Menenpoort in Ypern jeden (!) Abend punkt 20.00 Uhr die „Last Post“ geblasen, ein unvergessliches Erlebnis!
Verständlicherweise bevorzugt das flämische Fremdenverkehrsamt die Bezeichnung „Friedenstourismus“ statt „Kriegstourismus“. Ja, es stimmt, der Große Krieg ist zu einem „touristischen Produkt“ geworden. Das mag makaber klingen, stimmt aber genauer besehen so nicht. Denn die Gäste und Familienangehörigen aus allen Ecken der Erde sind für die touristische Infrastruktur und für die Unterstützung beim Gedenken an ihre Vorfahren dankbar. Und so wurde ein „touristisches Produkt“ erfolgreich in eine Friedensmission verwandelt.

Schiffsreise in die Geschichte…

2014 beginnen die Gedenkfeiern für die Folgen des Attentats in Sarajewo vor 100 Jahren. Das Fremdenverkehrsamt Toerisme Westhoek hat sowohl in Zusammenarbeit mit Marinex (dem belgischen Linssen-Yachts-Händler) und BBoat Jachtcharter (dem Partner von Linssen Boating Holidays®-Partner in der Westhoek) als auch mit Linssen Yachts BV in den Niederlanden Routenvorschläge und Arrangements für solche Gäste aus aller Welt ausgearbeitet, die mit einer Linssen-Yacht buchstäblich in die Geschichte einfahren wollen.
Die Gäste können so in einzigartiger Weise den Ernst des Gedenkens mit einer angenehmen Form des Kennenlernens historischer, kulinarischer und kultureller Höhepunkte Westflanderns verbinden. Wer möchte nicht einmal selbst mit einer „eigenen“ luxuriösen Motoryacht mitten in den alten Stadtzentren von Gent, Brügge, Veurne usw. anlegen?!

Urlaubsfreuden in der Westhoek

Zu den Urlaubsfreuden in der Westhoek gehört auch das Verköstigen der vielen lokalen Biere wie St. Bernardus, Struise Rosse oder Hommeltje in einer der „braunen“ Schenken. Oder probieren Sie auf einer sonnigen Terrasse einmal einen der einheimischen Weine aus dem Heuvelland wie Kerner oder Pommelle. Die Brauereien der Westhoek haben einen großen Ruf und viele öffnen ihre Tore für Besucher und Verköstigungen. Den Weinbauern des Heuvellands ist es gelungen, ihren Landstrich zum anerkannten Weinanbaugebiet zu machen. Sehr zu Recht dürfen die Weine aus dem Heuvelland die Qualitätsbezeichnung AOC führen. Die Weinbauern informieren die Gäste gern und voller Stolz über den Weinbau und ihre Weine.

Zu den Genüssen in der Westhoek gehört zudem das Probieren der lokalen Spezialitäten Hennepot, Hopscheuten, Schelle van de Zeuge, Kabeljau aan de Schreve, Boerestuutte mit Paté, Hammetje in St.-Bernardus-Tripelbier oder Vleterener Schaumtorte. Die Küchenchefs der Region streben danach, möglichst einheimische Produkte zu verwenden und daraus wunderbare kulinarische Kreationen zu zaubern.

Zum Urlaubsspaß in der Westhoek gehören ferner die Entdeckung mysteriöser Bauwerke, die Geschichten über „Blauwers“ und „Kommiezen“ (Schmuggler und Zöllner) und der Besuch unvergesslicher Museen (Folk Experience, Hopmuseum und Mout- en Brouwhuis De Snoek).

Endeckungsreise

Linssen Yachts pflegt Kontakte mit den Vorsitzenden der UK Linssen Owners Association, der LOG (Linssen Owners Group NL und B) und der deutschen Linssen Yachts Eigner Vereinigung (LYEV), um dieses interessante Fahrziel vorzustellen und die Mitglieder der Vereinigungen zur Entdeckung dieser ungewöhnlichen Region einzuladen. Marinex, BBoat und Linssen Yachts stehen den internationalen Linssen-Eignern bei der Planung einer Schiffsreise gern zur Seite.
Herzlich willkommen in Flandern! Toerisme Vlaanderen, Toerisme Westhoek und die belgischen Partner von Linssen Boating Holidays®


logo 100 jaar groote oorlogPoppies

Das Logo des „In Flanders Fields Museum“ ist die Mohnblume (Poppy). Der kanadische Militärarzt John MacCrae erlebte 1915 das furchtbare Geschehen bei Ypern aus nächster Nähe. Er sah auf den Feldern und improvisierten Friedhöfen zahllose Mohnblumen blühen… Sein Gedicht wurde weltberühmt:

In Flanders Fields
In Flanders fields the poppies blow
Between the crosses, row on row,
That mark our place; and in the sky
The larks, still bravely singing, fly
Scarce heard amid the guns below.
We are the dead. Short days ago
We lived, felt dawn, saw sunset glow.
Loved, and were loved, and now we lie
In Flanders fields.
Take up our quarrel with the foe:
To you from failing hands we throw
The torch; be yours to hold it high.
If ye break faith with us who die
We shall not sleep, though poppies grow
In Flanders fields


Quellen:
• Studie 100 Jaar Groote Oorlog 2014-18, Vlaamse Overheid, november 2008
www.thegreatwarcentenary.be
www.toerismewesthoek.be
www.flandersfields1418.com
• Chris McNab, Het verhaal van de eerste wereldoorlog, ISBN 978-1-84588-669-1
• In Flanders Fields Museum, Lakenhallen, Grote Markt 34, B-8900 IEPER, www.inflandersfields.be
• NautiV-Vereniging van Vlaamse Nautische Bedrijven, www.nautiv.be
• Westhoek Marina, Brugsevaart, 48 B-8620 Nieuwpoort www.westhoekmarina.be
• Promotie Binnenvaart Vlaanderen, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

VISIT FLANDERS
Grasmarkt 61, B-1000 BRUSSEL
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.toerismevlaanderen.be

BBOAT JACHTCHARTER
Véronique en Lieven Vandeputte
Kortrijksestraat 39, B-8520 KUURNE
Tel.: +32 56 71 3904
GSM: +32 478 72 2496
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.bboat.be

Text: Peter Linssen; Photographs: VisitFlanders

Published in Linssen Magazine 42, October 2013